OOPS

The Official Oliver Priebe Site
(Die Offizielle Oliver-Priebe-Seite)

 


Such dir was aus...

Christlich und gesetzestreu?

Die Texte auf dieser Seite stammen nicht aus meiner Feder. Ich habe sie irgendwo im Internet gefunden und fand sie so cool, daß ich nicht drumherum kam, sie hier zu präsentieren.

Wenn du ein normaler Mensch bist, dann hast du beim Lesen was zum Schmunzeln. Wenn du ein verkniffener Mecker-Christ bist, kannst du auch dieser Leidenschaft hier fröhnen.

Jeder wird eben nach seiner Fasson selig - auch wenn es einer der beiden Seiten nicht paßt.

Hier der erste Text. Viel Spaß!

Im Wahlkampf '98 fielen mir zwei Parteien durch besonders fundamentalistisches Gehabe auf - die "Christliche Mitte" und die "Partei Bibeltreuer Christen", kurz PBC genannt. Beide Parteien sehen in der Säkularisierung der Gesellschaft den Kern alles Übels und kämpfen deshalb vehement für ein Deutschland nach Gottes Geboten. Ihr Ziel ist erst erreicht, wenn wieder jeder Mensch nach den Gesetzen Gottes lebt.

Doch sind die Vertreter dieser Parteien willens, selbst alle Gebote Gottes zu befolgen? Ein Brief, der an beide Parteien ging, sollte Licht in diese Angelegenheit bringen...

Markus Gansel
xxxxxxxxxxxx xx

45xxx xxxxxxxxxxxx


CM - Christliche Mitte
Postfach 2186

59531 Lippstadt

25. September 1998

Betreff: Spende

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Christen!

Es tut einem Christen in der Seele weh, wenn er sehen muß, was aus dieser Welt geworden ist.

Viele Christen bekennen zwar, an die Bibel zu glauben, leben aber andererseits nicht nach ihr. Anderen ist Gott sogar vollkommen gleichgültig. Selbst in den Kirchen spielt Gottes Wort keine Rolle mehr. Viele der alten Glaubenswahrheiten wie die Schöpfungsgeschichte oder die Jungfrauengeburt sind längst über Bord geworfen worden, und die Mehrzahl der Pastoren glaubt nicht mehr an das, was sie predigen. Die Bibel ist zu einem Buch verkommen, das nach Belieben interpretiert und ausgelegt werden darf.

Aus dem öffentlichen Leben ist Gott gänzlich verschwunden. In den Schulen wird die Irrlehre Darwins anstelle der Schöpfungsgeschichte gelehrt. Das Fernsehen sendet Schmutz, und unsere Kinder hören satanische Rockmusik. Auf unseren Straßen herrscht Kriminalität, Perversion und Gewalt. Es ist heute sogar einfacher, ein Pornomagazin zu kaufen als eine Bibel.

Kurzum - es herrschen Zustände wie zu Zeiten Sodom und Gomorras, und keiner tut etwas dagegen.

Sie können sich meine Erleichterung vorstellen, als ich von einer Partei hörte, die das Wort Gottes zur Maxime ihres Handelns erhebt. Eine Partei von Menschen, die bereit sind, das anzunehmen, was Gott ihnen sagt. Eine Partei von Menschen, die Jesus als ihren Retter angenommen haben.

Eine Partei, die das "C" im Gegensatz zu einer etablierten Großpartei noch zu Recht im Namen trägt.

Deshalb BITTE ich Sie:

Vermachen Sie mir Ihr gesamtes Parteivermögen.

Und ich BITTE auch Ihre Mitglieder, mir ihr ganzes Privatvermögen zu vermachen.

Denn wie sagte schon unser Herr Jesus Christus:

Wer dich bittet, dem gib; und wer dir das Deine nimmt, von dem fordere es nicht zurück. (Lukas 6,30)

oder:

Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der etwas von dir borgen will. (Matthäus 5,42)

Um Ihrer unsterblichen christlichen Seele willen - kommen Sie dieser Bitte nach. Gewiß, der finanzielle Verlust wird spürbar sein - aber was ist schon schnöder, weltlicher Mammon gegen das gute Gefühl, Gottes Wort konsequent in allen Punkten befolgt zu haben.

Vielmehr liebt eure Feinde; tut Gutes und leiht, wo ihr nichts dafür zu bekommen hofft. So wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Allerhöchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. (Lukas 6,35)

So BITTE ich Sie nochmals:

Schenken Sie mir all Ihr Geld!

Bitte gehorchen Sie der Stimme des Herrn.

Für den Fall, daß Ihnen dieses Opfer zu groß sein sollte, erinnere ich Sie an 5. Mose 28,15:

Wenn du aber nicht gehorchen wirst der Stimme des HERRN, deines Gottes, und wirst nicht halten und tun alle seine Gebote und Rechte, die ich dir heute gebiete, so werden alle diese Flüche über dich kommen und dich treffen: (...)

Auf eine Aufzählung der Flüche verzichte ich, denn als gute Christen kennen Sie sie sicherlich. Aber ich bin mir sicher, daß Sie als treue Christen mit Freuden dem Wort Gottes gehorchen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Gansel

Leider ist mir nichts über das Ergebnis dieser Aktion bekannt. Vielleicht gab es gar keins...
Ob das bei dem zweiten Brief anders ist?

Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in ihrer Show anrufen, Ratschläge erteilt. Kürzlich sagte sie, als achtsame Christin, daß Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet werden kann, da diese nach 3. Mose 18,22 ein Greuel wäre (die Bibel sieht für Homosexuelle die Todesstrafe vor).

Der folgende Text ist ein offener Brief eines US-Bürgers an Dr. Laura, der im Internet verbreitet wurde.

Liebe Dr. Laura

Vielen Dank, daß Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen.

Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen.

Wenn etwa jemand versucht, seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an 3. Mose 18,22, wo klargestellt wird, daß es sich dabei um ein Greuel handelt. Ende der Debatte.

Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind:

a) Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, daß dies für den HERRN einen lieblichen Geruch erzeugt (3. Mose 1,9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

b) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in 2. Mose 21,7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

c) Ich weiß, daß ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (3. Mose 15,19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich habe versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.

d) 3. Mose 25,44 stellt fest, daß ich Sklaven besitzen darf - sowohl männliche als auch weibliche - wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?

e) Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. 2. Mose 35,2 stellt deutlich fest, daß er getötet werden muß. Allerdings: bin ich moralisch verpflichtet, ihn eigenhändig zu töten?

f) Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren wie Muscheln oder Hummer ein Greuel darstellt (3. Mose 11,10), sei es ein geringeres Greuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?

g) In 3. Mose 21,20 wird dargelegt, daß ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muß zugeben, daß ich Lesebrillen trage. Muß meine Sehkraft perfekt sein, oder gibtís hier ein wenig Spielraum?

h) Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch 3. Mose 19,27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?

i) Ich weiß aus 3. Mose 11,7-8, daß das Berühren der Haut eines toten Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?

j) Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen 3. Mose 19,19, weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüberhinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, daß wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (3. Mose 24,10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen (3. Mose 20,14)?

Ich weiß, daß Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben; daher bin ich auch zuversichtlich, daß Sie uns behilflich sein können.

Und vielen Dank nochmals dafür, daß Sie uns daran erinnern, daß Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.

Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan

Jake

Na, war das nicht pure Lästerung gegen Gott?
Nein, es war Lästerung gegen Christen, aber für manche von denen ist das dasselbe.

"Seid furchtbar und wehret euch."

Copyright © 2004 - 2014 by Oliver Priebe

Kontakt